Partner aller Krankenkassen
Bestellung auf Rezept
Schnelle Lieferung
Telefonische Beratung 04131 830 98 200

Info Hausstaub-Allergie

Die unsichtbare Invasion der Krabbeltiere

Sie wachen jeden Morgen mit gereizten Atemwegen, einer verstopften Nase, Fließschnupfen, Husten oder brennenden Augen auf? Sie fühlen sich matt und unausgeschlafen? Damit gehören Sie wahrscheinlich zu jenen Menschen, die empfindlich auf Hausstaub reagieren. Lesen Sie in unserem Ratgeber, wie Sie eine chronische Erkrankung vorbeugen können und wie Sie die Beschwerden bei einer bestehenden Allergie lindern.

Die Hausstaubmilbenallergie

Reagiert ein Mensch allergisch auf Staub, der sich in Häusern und Wohnungen befindet, besteht der Verdacht auf eine Hausstaubmilbenallergie.

Staub setzt sich aus verschiedensten Bestandteilen zusammen. Unter anderem kommen darin winzige Spinnentiere vor: die Hausstaubmilben. Obwohl Allergiker auch auf andere Staubpartikel reagieren können, macht ihnen – sofern kein Haustier dahinter steckt – in den meisten Fällen diese Milbe zu schaffen. Die richtige Bezeichnung für diese Allergie ist daher: Hausstaubmilbenallergie. Der eigentliche Auslöser, das Milben-Allergen, findet sich vor allem im Kot der Milbe. Die Kotbällchen zerfallen nach dem Austrocknen in sehr kleine Teilchen, die sich dann mit dem Hausstaub verbinden. Durch Bewegungen von Textilien, wie Bettdecke oder Matratze wird dieser allergenhaltige Staub aufgewirbelt und mit der Atemluft inhaliert.

Ursachen einer Hausstaubmilbenallergie

Menschen, die auf Hausstaub allergisch sind, reagieren in den meisten Fällen auf die darin vorkommenden Hausstaubmilben – genauer gesagt auf Eiweißpartikel im Kot. Diese winzigen Lebewesen zählen zu den Spinnentieren und lassen sich mit bloßem Auge kaum erkennen, da sie nur zirka 0,1 Millimeter groß sind. Hierzulande handelt es sich meist um die Arten Dermatophagoides pteronyssinus oder Dermatophagoides farinae.

Hausstaubmilben halten sich bevorzugt auf Matratzen auf, aber auch auf Polstermöbeln oder Teppichen. Das Bett bietet Milben beste Überlebensbedingungen, da sie sich vorwiegend von Hautschuppen ernähren, die der Mensch jeden Tag verliert. Außerdem benötigen die Spinnentiere Wärme und eine relativ hohe Luftfeuchte – beides spendet der Schlafende jede Nacht unfreiwillig.

Wichtig: Hausstaubmilben im Bett haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Sie kommen in jeder Wohnung vor. Allerdings können bestimmte Angewohnheiten – zum Beispiel seltenes Lüften – Milben das Leben erleichtern.

Basis der Therapie: Allergenbelastung reduzieren

Wird die Hausstaubmilbenallergie falsch oder gar nicht behandelt, besteht die Gefahr, dass sie sich stark verschlimmert. Einerseits kann sie sich auf andere Allergene wie Blütenpollen oder Tierhaare ausweiten. Ärzte nennen das eine Neusensibilisierung. Andererseits droht der so genannte Etagenwechsel. Dabei wandert die Überempfindlichkeit von den oberen Atemwegen (Nase, Rachen) in die unteren Atemwege (Bronchien). Im schlimmsten Fall entsteht daraus allergisches Asthma.

Eine der wichtigsten Säulen der Therapie ist die so genannte Allergenkarenz, das Meiden der Allergie auslösenden Stoffe. Dazu gehört es, den Haushalt so umzurüsten, dass sich die Lebensbedingungen für Hausstaubmilben verschlechtern – und der Allergiker weniger mit ihnen in Kontakt kommt. Oft verbessert das den allergischen Schnupfen schon deutlich. Die wirksamste Therapie für Allergiker ist es, den Milben ihr Biotop zu verleiden: mit Schonbezügen für Betten, mit Holzfußböden und häufigem Putzen. Das sinnvolle Meiden von Staubfängern im Schlafzimmer ist häufig schon die halbe Therapie.

Machen Sie den Milben das Leben schwer. Die unsichtbaren Krabbeltiere lieben mäßig warme Temperaturen und ein feuchtes Raumklima. Schaffen Sie also Bedingungen, die für die Milben ungünstig sind. Folgende Tipps können helfen, einen Teil der unerwünschten Mitbewohner aus Ihrer Wohnung zu verbannen.

Den Milben das Leben schwer machen

Die Matratze ist der bevorzugte Aufenthaltsort von Hausstaubmilben. Versehen Allergiker die Matratze mit einem speziellen Schutzbezug (Encasing), bewirken sie zum einen, dass die Spinnentiere schwerer an die Hautschuppen des Menschen gelangen. Zum anderen wird auch der Kot der Tiere, der das Allergen enthält, unter dem Schutzbezug zurückgehalten.

Alle sechs Monate gehören die Matratzenbezüge in die Waschmaschine, sonst tummeln sich erneut Milben auf ihrer Oberfläche. Ein langer Waschgang bei mindestens 60 Grad Celsius tötet die Milben komplett ab und beseitigt die Allergene. Bei einer Hausstauballergie empfehlen wir unbedingt die Nutzung milbendichter Überzüge auch für Kissen und Bettdecke!

Allergendichte Gewebe sind die Grundlage für die beste Hausstauballergie-Behandlung. Wer den Kontakt mit allergenen Stoffen meidet, lindert die Symptome und beugt damit einer Verschlimmerung vor – ganz ohne Medikamente. Darum übernehmen die meisten gesetzlichen Krankenkassen auch die Kosten für Ihre Bettsanierung ganz oder teilweise.

Die herausragende Eigenschaft dieser sogenannten allergendichten Zwischenbettbezüge ist das Partikelrückhaltevermögen, die Fähigkeit, das Austreten allergiauslösender Partikel zu verhindern.

Im Gegensatz zur normalen Bettwäsche übernehmen Zwischenbettbezüge zwei wichtige Funktionen:

  1. Sie verhindern, dass Hautschuppen als Nahrung für Milben in die Matratze gelangen und
  2. Milben sowie Milbenkot aus der Matratze austreten können.

Die Zwischenbettbezüge werden zwischen Bett und Bettwäsche gezogen und sind somit nicht sichtbar.

Zwischenbettbezüge sind erhältlich für Matratzen, Kopfkissen und Oberbetten. Bei Alprevent bekommen sie diese einzeln oder als Komplett-Set zur Ausstattung eines Bettes.

Weitere Maßnahmen im Wohnbereich

Biologische und elektronische Milbenbekämpfung

Wer auf Hausstaubmilben allergisch ist, kann Matratze, Bettwäsche, Teppiche und Polstermöbel mit milbenabtötenden Mitteln (akarizide Mittel) behandeln. Das Margosa Extrakt aus der Niembaumpflanze macht diese Hautschuppen für die Milben ungenießbar. Sie sind dann ölgetränkt und für Milben nicht mehr schmackhaft. Die Konsequenz ist, dass sie somit keine Nahrung mehr aufnehmen können und das Wachstum, sowie die Entwicklung gestoppt werden. AllCONtra ist ein umweltfreundlicher, elektronischer Milbenvertreiber. Durch seine kontinuierlichen und modulierten Ultraschallwellen, die für Menschen und Tiere nicht hörbar und völlig ungefährlich sind, wird die MIlbenanzahl in der Nähe des Gerätes dauerhaft reduziert. AllCONtra führt somit zu einer Senkung der Allergenkonzentration.

Das Schlafzimmer kühl und trocken halten

Milben benötigen Wärme und Feuchtigkeit um zu überleben und sich fortzupflanzen. Empfindliche Personen sollten das Schlafzimmer deshalb möglichst trocken und kühl halten. Experten empfehlen, dass die Luftfeuchte bei weniger als 60 Prozent liegt und die Raumtemperatur möglichst unter 20 Grad Celsius beträgt. Wer regelmäßig lüftet, lässt frische Luft in den Raum und bewirkt zugleich, dass Feuchtigkeit nach außen gelangt. Das Schlafzimmer wird besonders über Nacht feucht, daher morgens für fünf bis zehn Minuten stoßlüften! Also Fenster weit öffnen und auch die anderen Fenster oder Türen in der Wohnung öffnen. So kann die abgestandene Zimmerluft am besten durch frische ersetzt werden. Insgesamt sollte dreimal täglich gelüftet werden. Zimmerpflanzen erhöhen die Luftfeuchte im Raum. Sie gehören daher nicht ins Schlafzimmer. Außerdem bilden Topfpflanzen ein Reservoir für Schimmelpilze, die ihrerseits zu einer Allergie führen können.

Die Wohnung von Staubfängern befreien

Lange Vorhänge oder gehäkelte Gardinen sehen zwar hübsch aus, doch darin verfängt sich Hausstaub. Deshalb haben sie zumindest im Schlafzimmer nichts zu suchen. Auch auf offenen Bücherregalen lagert sich Staub ab. In einer Couch oder einem Sofa aus Stoff können sich Milben ansiedeln. Polstermöbel aus glattem Leder eignen sich aus diesem Grund eher. Ob Allergiker Teppiche aus ihrem Domizil verbannen müssen, ist unter Experten umstritten. Einerseits sollen sich darin Hausstaubmilben aufhalten, die sich mit einem normalen Staubsauger daraus kaum entfernen lassen. Andererseits bindet ein Teppich Staubpartikel. Auf einem Laminat- oder Fliesenboden wird der Staub dagegen bei jeder Bewegung und jedem Luftzug aufgewirbelt. Böden müssen Allergiker deshalb fast täglich saugen und nass wischen. Wer saugt, sollte auf einen sogenannten Feinstaubfilter achten. Denn im Gegensatz zu einem normalen Staubfilter hält dieser den feinen Milbenkot im Staubsack zurück.

Zuletzt angesehene Produkte...